Ängste - Fragen und Probleme mit Willy

Ist mein Penis zu klein?

Vielen Leuten, die sich diese Frage stellen, ist oft schon geholfen, wenn sie nur mal einen Blick auf jene Tabelle werden, die Alfred Kinsey in seiner Studie zur Penisgröße bei einigen Tausend Amerikanern ermittelt hat. Der Durchschnittswert in dieser Studie liegt bei etwa 15 cm für den erigierten Penis. Und 70 Prozent aller Männer haben einen erigierten Penis, der zwischen 14,0 und 16,5 cm lang ist. Aber auch bei "normaler" und durchschnittlicher Größe behalten einige Männer ihre Ängste. Auch der medizinische Hinweis, dass Frauen nicht durch Penislänge und -umfang sexuell befriedigt werden, sondern durch intensive Reizung der Klitoris, reicht ihnen nicht. Hinter solchen Ängsten und damit verbundenen Wünschen, eine "Riesenlatte" zu haben, verbergen sich manchmal auch Minderwertigkeitsgefühle und Enttäuschungen, die aus der Schule, dem Berufsleben oder anderen Bereichen stammen. Psychologen raten, zunächst einmal ganz offen mit der Partnerin darüber zu reden. Denn es hat sich gezeigt, dass in 90% aller Fälle die Frau noch niemals auf den Gedanken gekommen ist, der Partner habe einen zu kleinen.

Die "Morgenlatte": Warum wache ich morgens so oft mit einer Erektion auf?

ErektionZwei Faktoren werden hierfür zur Erklärung herangezogen: zum einen während der Schlafphase insbesondere bei erotischen und sexuellen Träumen ganz spontan auftretende Erektionen, und zum zweiten ein Druck auf die morgens meist noch gefüllte Harnblase. Durch den Harnblasendruck bleibt eine Erektion dann auch länger und bis zum Aufwachen, auch wenn der erotische Traum längst vorbei ist. Eine stark gefüllte Harnblase drückt auf die Blutbahnen im Penis, so dass das Blut hier nur sehr viel langsamer abfließen kann. Dies allein bleibt als Erklärung jedoch noch unbefriedigend: Denn erst einmal muß ja sehr viel Blut in die Schwellkörper des Penis hineinfließen. Und dafür ist eine sexuelle Erregung notwendig, die wir auch im Traum sehr oft erleben. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dies bei jedem gesunden Mann im Schlaf etwa alle 90 Minuten passiert. Ärzte untersuchen bei Erektionsstörungen mithilfe eines Meßgeräts manchmal, ob und wie oft nachts eine Erektion auftritt, um zu sehen, ob die Impotenz oder Störung körperliche oder seelische Ursachen hat.

Kann man ihn vergrößern?

Gibt es Möglichkeiten, den Penis zu vergrößern? Vorausgeschickt sei ein Spruch von Pennälern: "Nicht die Größe, die Technik macht es!" Gemeint ist: Für die sexuelle Befriedigung einer Frau ist entscheidend, wie man es macht, und dazu ist bei den meisten Frauen die Reizung der Klitoris das A und O. Falls auch ein Blick auf die von Kinsey ermittelten Längen des Penis noch Unzufriedenheit zurückläßt, und auch ein offenes Gespräch mit der Freundin oder Partnerin nicht hilft, sollte man zunächst einmal einen Arzt um Rat fragen.

Es gibt Hilfsmittel, die eine Verlängerung des Penis versprechen, etwa der sogenannte Penis-Stretcher. Man klemmt seinen Penis in eine Apparatur ein und dort wird er dann einige tausend Mal künstlich in die Länge gezogen. Dies soll die Bänder dehnen. Ob es auch den Penis vergrößert, ist nach Ansicht von Ärzten überaus fraglich. Laut Hersteller ist der Apparat ungefährlich. Und wem es nichts ausmacht, dass so ein Gerät mehrere Monate lang täglich mindestens drei Stunden am eigenen Penis herumzappelt, der kann es ja mal probieren...

Dann gibt es noch die sogenannte Vakuumpumpe: Sie wird von Ärzten bei Erektionsstörungen verordnet. Man stülpt eine Art Zylinder über den Penis und pumpt die Luft heraus. Durch das Vakuum wird zumeist eine Erektion bewirkt - aber größer wird der Penis dadurch nicht.

Zu warnen ist schließlich vor Chirurgen, die für viel Geld künstliche Penis-Vergrößerungen durch Operationen und durch Implantieren von Fettgewebe durchführen. Sofern eine solche Operation nicht medizinisch wirklich notwendig ist, riskiert man damit einiges, auch lebenslange Impotenz. Gegen einen der weltweit bekanntesten Chirurgen, Dr. Melvyn Rosenstein, haben sich jetzt in den USA über 40 ehemalige Patienten zu Wort gemeldet: Sie alle haben durch die Operation schwere Schäden davongetragen, von dauerhafte Schmerzen bis zu völliger Gefühllosigkeit im Penis und Impotenz.

Er ist leicht krumm

Ich habe einen "krummen", leicht gebogenen Penis. Was kann man da machen? Es gibt eine große Zahl von Männern, deren Penis in erigiertem Zustand ganz leicht gekrümmt und nicht völlig gerade ist. Hier besteht meistens keinerlei Anlaß zu Besorgnis und man muß gar nichts unternehmen - es sei denn, man hat beim Geschlechtsverkehr oder schon bei einer Erektion Schmerzen oder Beschwerden. In solchen Fällen sollte man sofort einen Urologen aufsuchen. Ein gekrümmter Penis kann durch die sogenannte Peyronie-Krankheit verursacht werden. Dabei hat man zu Beginn der Erkrankung bei der Erektion Schmerzen, die jedoch nach einigen Monaten wieder verschwinden. Allerdings bleibt die Krümmung zurück. In sehr vielen Fällen kann hier ein Facharzt entweder durch spezielle Vitaminpräparate, Medikamente oder auch kleinere Eingriffe helfen.

Ich komme viel zu früh

Ich habe öfters schon nach ganz kurzer Zeit eine Ejakulation. Kann man das ändern? Die Zeitspanne von der Erregung bis zur Ejakulation ist von Mann zu Mann verschieden. Bei einigen sind es 1-2 Minuten, bei anderen kann es eine halbe oder ganze Stunde dauern. Und natürlich spielen auch Tagesstimmungen eine Rolle oder wie lange man vorher keinen Sex hatte. Man sollte sich auch vor Augen führen, dass es kein Drama ist, wenn der Mann seinen Orgasmus schon vor der Frau hat: Man kann das Ganze ja wiederholen, die Partnerin mit der Hand oder Zunge befriedigen...

Wenn es allerdings sehr oft oder ständig vorkommt, dass er sehr schnell einen Samenerguß hat und sie völlig unbeteiligt bleibt, ist das nicht sonderlich befriedigend. Was hier wenig hilft, sind Salben und Cremes, die man auf den Penis (meist die Eichel oben) einreibt. Entweder sind sie so schwach, dass es nichts nützt. Oder sie betäuben so stark, dass man den Geschlechtsverkehr dann auch ganz lassen kann. Denn wer treibt es schon gerne in Vollnarkose? Was genau so wenig sinnvoll ist: Während des Verkehrs an etwas völlig anderes denken oder gar an Dinge denken, die einen "abturnen". Denn das hat meist auch zur Folge, dass Lust und Erregung (und die Erektion) komplett verschwinden.

Es gibt allerdings Techniken, mit denen man etwas bessere Kontrolle über seine Körperreaktionen bekommt. Man kann sie alleine üben (beim Onanieren), in einem späteren Stadium auch mit der Partnerin. Die Übung besteht schlicht darin, dass man beim Onanieren stopt, und zwar in dem Augenblick, wo man merkt: Gleicht kommt es. Man wartet dann einige Sekunden und onaniert weiter, erneut bis zu dem Punkt, wo man merkt, dass man gerade noch den Samenerguß vermeiden kann. Das Ganze wiederholt man drei- oder viermal, um dann zum Schluß bis zur Ejakulation und zum Orgasmus durchzuhalten. Die Übung kann dann später, wenn man seine Empfindungen und Reaktionen besser kennengelernt hat, auch mit der Partnerin weitergeführt werden, die dann die Regie führt. Zu jenem Zeitpunkt kurz davor gibt man ihr ein Zeichen: "Stop!" Sie bricht dann sofort mit der Reizung ab und drückt zugleich hinten auf den Eichel-Kopf. Dieses Kneifen wurde von den Sexualwissenschaftlern Masters & Johnson in ihrer Therapie der vorzeitigen Ejakulation eingesetzt, um die Erregung vorübergehend abklingen zu lassen. Ärzte verordnen darüber hinaus manchmal zusätzlich zu solchen Übungen auch noch ein Medikament, das man nur bei Bedarf nimmt und durch das zu starke Nerven-Impulse (die die vorzeitige Ejakulation bewirken) eingedämmt werden. Es gibt Bücher (z.B. von Bernie Zilbergeld: "Die neue Sexualität der Männer - Was Sie schon immer über Männer, Sex und Lust wissen wollten"), in denen die Übungen sehr ausführlich beschrieben sind.

Fellatio ohne Höhepunkt

Wenn meine Partnerin den Penis in Mund nimmt, komme ich nicht zum Höhepunkt. Mit Fellatio - so heißt diese Spielart in der Sexualwissenschaft - haben viele Männer Probleme, zum Orgasmus zu kommen. Das kann ganz verschiedene Ursachen haben. Entweder ist die Reizung des Penis und der Druck im Mund nicht stark genug. Oder der Mann fühlt sich unwohl, weil er passiv bleibt und nicht - wie gewohnt - die aktive Rolle beim Geschlechtsverkehr spielt, also die "Regie" bei der Frau bleibt. Man kann entweder versuchen, die Technik ein wenig zu verändern: in der sogenannten "69er-Stellung" befriedigen sich beide Partner gleichzeitig mit Mund und Zunge. Oder man kann die Partnerin bitten, zusätzlich noch die Hand zu benutzen: am Penis, am Hoden, an anderen Körperstellen. Oder man kann das so akzeptieren, wie es ist, und Fellatio als einen begrenzten Teil der Sexualität sehen, den man vor oder nach dem eigentlichen Geschlechtsverkehr (in der Scheide) ausübt.

Was wünschen sich Frauen?

Was wünschen sich Frauen beim Geschlechtsverkehr am meisten? Nach einer großen US-amerikanischen Befragung aus den 80er Jahren gaben (heterosexuelle) Frauen an, folgende Spielarten beim Sex am meisten zu mögen. (Für manche Männer mag dabei überraschend sein, dass bei den an erster und an zweiter Stelle genannten Aktivitäten das Wort "zärtlich" auftaucht.)

Was wünschen sich Männer?

Was wünschen sich Männer beim Geschlechtsverkehr am meisten? In derselben Untersuchung nannten heterosexuelle Männer folgende Lieblings-Techniken beim Sex.

Onanieren - was spricht dagegen?

Gibt es irgendetwas, das dagegen spricht, zu onanieren? Wenn man nicht streng religiös ist und die Lehre der Kirche um jeden Preis beherzigen will: Nein! Nach der Untersuchung von Kinsey zum Onanieren als Teil des Sexuallebens haben 90-95% aller Männer und 85-90% aller Frauen in ihrem Leben schon onaniert, die einen mehr, die anderen weniger. Viele weitere interessante Fakten und Infos gibt es auf unserer Seite zur Onanie.

Er will viel öfter als sie

Meine Partnerin hat viel seltener Lust auf Sex als ich, was kann ich da machen? Lust auf Sex ist nicht nur davon abhängig, wie sehr man in den andern verknallt ist und ihn oder sie aufregend findet, sondern ist auch biologisch bestimmt: Einige wollen (und können) ein- bis zweimal täglich, anderen reicht es einmal in der Woche oder noch seltener. Die Häufigkeit ist nicht nur eine Frage des Lebensalters, sondern auch bei jedem einzelnen biologisch anders. In Extremfällen (sogenannte "Nymphomanie" bei der Frau, "Satyriasis" beim Mann) kann jemand etliche Male am Tag das dringende Verlangen nach Sex haben. Für eine dauerhafte Partnerschaft ist daher auch wichtig, dass die Häufigkeit des sexuellen Verlangen nicht allzu extreme Unterschiede aufweist.

Wenn die Partnerin sehr viel seltener Lust hat, kann dies in vielen Fällen aber auch schlicht daran liegen, dass der Mann nicht auf ihre sexuellen Bedürfnisse und Wünsche eingeht. In einem Roman von Irmtraud Morgner ist sehr schön beschrieben, bei welcher Art von Sex die Frau schon bald kein Verlangen mehr danach hat und sich lieber selbst befriedigt: Der Mann ist extrem erregt, es kommt zu keinem Vorspiel und keinen Zärtlichkeiten, er dringt ungestüm in sie ein, hat nach wenigen Stoßbewegungen seine Ejakulation, zieht den Penis heraus, gleitet von der Frau herunter und schäft schon wenig später neben ihr selig ein. Auch fehlende Zärtlichkeit, Streicheln, Küssen und andere Formen des "Petting" können für Frauen sehr wichtig sein - es ist nicht nur der Geschlechtsverkehr mit dem Penis in der Scheide, der als "richtiger Sex" zählt.

Es dauert bis zum Höhepunkt

Es dauert bei mir extrem lange, bis ich zur Ejakulation und zum Orgasmus komme, manchmal eine halbe Stunde oder Stunde. Ist das noch normal?

Wenn Ejakulation und Orgasmus nicht völlig ausbleiben, dann ist diese zeitliche Verzögerung beim Mann für viele Frauen sogar sehr schön: Denn auch nach dem Orgasmus bleibt ihre sogenannte "Erregungsphase" aufrecht erhalten und sie können nach dem ersten noch mehrere weitere Orgasmen haben. Wenn der Mann bei der Selbstbefriedigung sehr schnell zum Orgasmus kommt, es zusammen mit der Partnerin und in der Scheide jedoch extrem lange dauert oder ganz ausbleibt, kann dies verschiedene Ursachen haben. Zuviel Alkohol kann ebenso ein Grund sein wie Streß oder Übermüdung. Unter Umständen will man im Grunde auch gar keinen Sex, hat sich jedoch von der Partnerin überreden oder verführen lassen.

Frauen haben nach einer Schwangerschaft und Geburt (und mehr noch nach mehreren Geburten) oftmals eine leicht erschlaffte Beckenboden-Muskulatur. Dadurch umschließt die Scheide den Penis nicht mehr so fest, der Mann hat das Gefühl, er spürt den Penis nicht mehr und "verliert" ihn. Man kann in solchen Fällen entweder versuchen, durch bestimmte Stellungen und Techniken beim Geschlechtsverkehr den Penis intensiver zu reizen. Und was besonders hilft: Die Frau kann ihre Beckenboden-Muskulatur trainieren. Jeder Frauenarzt gibt dazu Hinweise, die Übungen sind sehr leicht zu lernen. Bereits nach 1-2 Übungen kann die Frau dann durch "Zangenbewegungen" um den Penis herum (mit ihren Beckenboden-Muskeln") den Mann wieder sehr viel intensiver reizen und dadurch den Orgasmus herbeiführen.

Keine Erektion - und nun?

Keine ErektionIch hab kürzlich jemanden kennengelernt, den ich sehr mag. Neulich wollten wir miteinander schlafen, aber ich habe keine Erektion bekommen. Auch wenn es kein Trost ist: Aber das passiert vielen. Und es kann nicht nur beim ersten Mal passieren, sondern auch später im Leben noch mal wieder. Ursachen können sein, dass man im Grunde nicht will, weil man zu müde ist oder zu sehr gestreßt von der Schule oder Arbeit. Beim ersten Mal ist allerdings meist das Gegenteil der Fall: Man will es zu sehr und ist daher ziemlich nervös und auch noch unsicher. Psychologen raten: Man sollte sich Zeit lassen, und das in doppelter Hinsicht. Zum einen hinsichtlich der Zeitdauer vom ersten Kennenlernen bis zum ersten Intimverkehr. Je näher man sich kennt, je mehr man sich mag und vertraut, umso weniger hat man dann auch die Angst: Wenn es beim ersten Mal nicht hundertprozentig klappt, ist völlig Schluß. Zeit lassen sollte man sich zum zweiten aber auch beim ersten Beischlaf selbst: Viele Paare erzählen, dass sie sich sehr lange gestreichelt und überall am Körper intensiv berührt haben, sehr lange Zeit, so dass man schließlich fast wie von selbst "ineinander gerutscht" ist.